Business and Management School
Human Resources
Assignement Report of Markus Stoll
Director Talent Acquisition & Management, Region
Europe, Middle East & Africa, Ecolab
Master of Arts in Business Administration
Polytechnic of Namibia, Windhoek
28. März – 15. April 2011
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Vorbereitungen auf meinen Einsatz
Im Hinblick auf meinen sehr kurzfristig angesetzten B360-Einsatz in Namibia, haben mich Familienangehörige, Freunde, Geschäftskollegen sowie Sabina Balmer stark unterstützt und mir ihre wertvollen Erfahrungen und besten Wünsche auf den Weg ins südliche Afrika mitgegeben.
Es sollte sich zeigen, dass insbesondere die von einigen, schweizerischen Freunden gemachte Aussage „wenn Du mal in Namibia gewesen bist, so wirst Du immer wieder dorthin zurückkehren“ bewahrheiten würde - doch dazu später.
Ein herzliches Willkommen
Bereits am internationalen Flughafen von Windhoek wurde ich pünktlich von einem freundlich lachenden Fahrer des Polytechnikums willkommen geheissen, der mich auf direktem Weg zum schuleigenen Hotel fuhr. Die Hotelanlage, 5 Gehminuten vom Campus entfernt, übertraf meine Erwartungen in diverser Hinsicht; professionelle und äusserst hilfsbereite Angestellte, geschmackvolle Zimmer, hervorragendes Essen sowie die herzliche Atmosphäre.

Das Arbeiten und Leben in Windhoek
Das Departement „International Relations“ hat zusammen mit dem Departement „Human Resources“ ein abgestimmtes Programm für meinen Einsatz zusammengestellt, welches mir am ersten Arbeitstag ausführlich erklärt wurde. Mein umfassender „on-boarding process“ beinhaltete eine persönliche Vorstellung meiner namibischen Arbeitskollegen, einen ausführlichen Rundgang auf dem gesamten Campus, eine begleitete Shopping-Tour in der nahegelegenen Mall, eine geführte Citytour in Windhoek, ein ausgezeichnetes Abendessen mit Vertretern des Managements des Polytechnikums und den anderen B360-Dozierenden und viele wertvolle Individualgespräche.
Sehr bald nahm ich meinen Unterricht der insgesamt sechs Klassen von Voll- und Teilzeit-Studierenden auf, wobei sich die Anzahl der Studierenden pro Klasse zwischen 20-50 bewegte. Meine Dozentenkollegen Andrew und Michael stellten mich den jeweiligen Studierenden vor und waren auch in meinen Vorlesungen zu den Themen „Peformance-/Career Management & Organisation Culture Change“ präsent, um eine thematisch nahtlose Abstimmung der Unterrichtsinhalte zu gewährleisten, lokalspezifische Fragen zu beantworten und mich in jeder Hinsicht mit viel Freude und Elan zu unterstützen.
Das Zusammenarbeiten mit den Studierenden, den lokalen Lehrkräften und B360-Dozenten sowie diversen Polytechnikum-Vertretern aus dem Bereich „International Relations“ und „Human Resources“ bereitete mir sehr grosse Freude und motivierte mich, die intensive und phasenweise sehr zeitaufwändige Arbeit zu bewältigen.

Schon bald begann ich, mich den spezifischen, namibischen Gegebenheiten anzupassen; sei dies hinsichtlich effizienter Improvisation, gelassener Umgang mit Ambiguität, echter Spontanität und nicht zuletzt der gelebten Herzlichkeit dieser wunderbaren Menschen.
Immer wieder überraschte mich die grosse Hilfsbereitschaft und die unglaubliche Offenheit, mit der man mir begegnete. So wurde ich mehrmals – zusammen mit den anderen B360-Dozenten zu Abendessen mit Poly-Vertretenden eingeladen, namibische Freunde überraschten mich mit Einladungen zu privaten Studenten-Diplomfeiern, einem Rugbyspiel und sogar zu Gottesdiensten in lokalen Kirchgemeinden mit anschliessendem Mittagessen im familiären Rahmen. All dies ermöglichte mir einen tiefen Einblick in die faszinierende, namibische Kultur und Gesellschaft, die mein Leben auch ausserhalb des Campus eindrücklich bereicherte.
Reisen in Namibia – ein Traum
Im Anschluss an meine dreiwöchige Dozententätigkeit am Polytechnikum begab ich mich auf eine einwöchige Flug-Safari über die unendlichen Dünenlandschaften in Sossusvlei, vorbei an den grünen Hügellandschaften in Damaraland, entlang des gemächlichen Küstenleben von Swapkopmund und in die artenreiche Vielfalt des Etoscha Nationalparks. Die Zwischenstopps verbrachte ich in wunderschönen Lodges, die sich durch sehr gastfreundliches Personal, spannende „game drives“ und eine hohen Standard auszeichneten.
Abschied und Wiedersehen
Wenn ich gefragt werde, was denn Namibia so einmalig und faszinierend mache, so ist es die perfekte Mischung der unglaublichen Warmherzigkeit der Menschen und die atemberaubende Schönheit der Schöpfung Gottes, die sich in der Tier- und Pflanzenwelt sowie der vielfältigen Landschaften manifestiert.

Obwohl für mich bereits vor meinem Rückflug in die Schweiz feststand, dass ich in absehbarer Zukunft wieder nach Namibia zurückkehren werde, fiel mir der Abschied nicht leicht. Und so freue ich mich auf die nächste Gelegenheit für eine Namibia-Reise.
Herrliberg, April 2011
