Communications
Department of Media Technology und Department of Communication
Einsatzbericht von Marianne Egli
Union 3 Communications
Managing Director
Polytechnic of Namibia, Windhoek
1.- 30. September 2011
Zurück am Poly
Mit viel Vorfreude trat ich meinen zweiten Einsatz am Polytechnic of Namibia an, mit viel Papier, Fachliteratur und Schokolade im Gepäck. Der Empfang am Poly war wiederum herzlich und zusammen mit Sabina und Sandra in allen Details vorbereitet, inklusive get-together-Ausflug zusammen mit zwei weiteren B360 guest lecturers und Wohnungsnachbarn, die in dieser Zeit ebenfalls am Poly arbeiteten.
Der Tanz auf zwei Hochzeiten
Mein Einsatz war so geplant, dass ich mit zwei Teams von verschiedenen Departments zusammenarbeiten würde. Einerseits im Department of Communication, das ich von meinem ersten Einsatz gut kannte, anderseits im Department of Media Technology. Es galt nun, die Stundenpläne auszuloten und Themen festzulegen.
Ein volles Programm
Mein Stundenplan füllte sich neben den regulären Lektionen zusehend mit Zusatz-Präsentationen, die ich natürlich sehr gerne übernahm. Und da waren auch noch die interessanten Nebenjobs, die auf meinem Tisch landeten.

Department of Media Technology
Bertha Amakali und ich arbeiteten sehr eng zusammen und bestritten die Lektionen oft gemeinsam. So brachte sie immer wieder lokale Beispiele ein, kommentierte und ergänzte da und dort, machte die Studierenden auf frühere Lektionen aufmerksam, in denen ein bestimmtes Gebiet, das bei mir in einem anderen Zusammenhang wieder auftauchte, besprochen wurde. Wir hielten Doppellektionen für Vollzeit und Teilzeitstudierende zu den Themen:
• PR Basics,
• Working with media
• Media Research und Analysis
• Zum Abschluss fand ein Test statt, die Noten waren Bestandteil der allgemeinen Semester-
Bewertung.
Auf die von mir ursprünglich geplante Projektarbeit musste ich leider verzichten, weil sie zeitlich nicht in das Curriculum passte. Ich habe dann so viele Best Practice Beispiele wie möglich in die Lektionen eingeplant und ganz bewusst die Interaktion mit den Studierenden gefördert.
Die Zusammenarbeit mit Bertha Amakali war überaus angenehm, eine Herausforderung und sehr kollegial. Besonders wertvoll war der Gedankenaustausch ausserhalb der Klasse. Beeindruckt hat mich in dieser Abteilung auch, wie man versucht, mit dem Stoff und der Art und Weise, wie er vermittelt wird, einen direkten Bezug zur Wirtschaft herzustellen, der für die Studierenden und für ihre Zukunft so wichtig ist.


Department of Communication
Das ist die Abteilung, in der ich letztes Jahr meinen ersten Einsatz absolvierte. Schön war denn auch, zahlreiche bekannte Gesichter wieder zu sehen. Bei den Vollzeitstudierenden arbeitete ich mit Sanjay Karteweg zusammen. Mir gefiel hier vor allem, wie er den Studis auf lockere Art mit viel Praxisbezug seinen Stoff vermittelte. Am Abend übernahm ich die Teilzeitstudierenden von Izaak Hamata, der mir seine Klasse vertrauensvoll anvertraute.
Sehr gerne nahm ich die Bitte von Sandra Tjiramanga und Elizabeth Wittmann an, in ihren Klassen ebenfalls einige Lektionen zu übernehmen. Die gewählten Themen waren sehr praxisnah - und ich konnte hier viel Berufserfahrung einbringen.
Wir hielten Doppellektionen für Vollzeit und Teilzeitstudierende zu den Themen:
• Media Research und Analysis,
• PR Basics, Working with the media,
• Crisis Communication
• Presentation Skills.
Zusätzlich:
• Getting ready for work
• Welcome to the working place
• Corporate Communication und Role of Communication
• Bei den Teilzeit Studierenden von Isack Hamata wurde ebenfalls ein Assessment eingeplant.
Es war sehr angenehm, mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Dept. of Communication zusammen zu arbeiten und mit ihnen den Austausch zu pflegen. Besonders erwähnen möchte ich Tracy, Sandra und Elizabeth für ihre geschätzte Unterstützung.
Expertise gefragt
Ich unterstützte diverse Abteilungen des Polytechnic mit Rat und Tat im Bereich Kommunikation und Marketing. Es waren teilweise ziemlich komplexe Aufgaben, die eigentlich je einen Sondereinsatz rechtfertigen würden!
Namibische Gastfreundschaft pur
Einmal mehr wurde ich von allen Seiten gehegt, gepflegt und verwöhnt. Vom Rektor, Dr. Tjama Tjivikua, von Neavera Olivier und ihrer Abteilung, den Head of Departments und Lecturers mit ihren Teams, Donovan Weimers und bis hin zu den zahlreichen guten Geistern im Elizabeth House, die sich rührend um mich kümmerten.


Part of B360 Network
Besonders schön war, dass fast gleichzeitig mit mir, zwei weitere B360 Experten am Poly tätig waren und ebenfalls in Poly Heights wohnten: Jean-Pierre Lanz und Michelle Holmes. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Gemeinsame Abendessen und ein reger Erfahrungsaustausch waren die Folge und wunderbare Wochenendausflüge die Konsequenz.
Nach der Arbeit das Vergnügen
Einer der grossen Vorteile eines Einsatzes in Windhoek ist, dass man Arbeit und Freizeit sehr gut miteinander verbinden kann. Und so verbrachte ich die Wochenenden auf den zahlreichen Guestfarms und Lodges unweit von Windhoek..
Fazit und Empfehlungen
Mein Einsatz im 2011 war erfolgreich und verlangte volle Konzentration, Flexibilität und Teamgeist. Für mich waren auch die Sonderaufgaben über die Lecturer-Tätigkeit hinaus spannend. Sie ermöglichten einen guten Einblick in verschiedene Gebiete innerhalb und ausserhalb des Polytechnic. Der Kulturaustausch über die Classrooms hinaus ist enorm wichtig und trägt wesentlich dazu bei, dass für beide Seiten eine win-win-Situation entsteht.
Zürich, November 2011
