skip to content

DE EN Home

Kommunication

 

Einsatzbericht von Marianne Egli
Union 3 Communications
Managing Director
Polytechnic of Namibia, Windhoek
10. April - 10. Mai 2010

download Bericht (pdf)

 

Ein Experiment für alle

Communication wird am Poly erst seit 2009 als Studienfach angeboten. Es war deshalb sowohl für die Mitglieder der Fakultät als auch für die Studierenden eine neue Erfahrung, mit einem ausländischen Gastdozenten zusammen zu arbeiten. Zum „Experiment“ gehörte auch die Zusammenlegung der Communication- mit den English students in eine Klasse, sowie die Team- und Projektarbeit. Und für mich war es eine Premiere, eine Gruppe von 40 sehr jungen Studierenden zu betreuen.

 

 

Public Relations von A-Z

So lautete das Thema meines Workshops. Ziel war es, den Studierenden anhand von Best Practice Cases und der gemeinsamen Arbeit an einem konkreten Projekt, die ganze Bandbreite der Kommunikation mit Fokus auf Public Relations in Theorie und Praxis näherzubringen, sie zu begeistern und auf ihre künftige Arbeit vorzubereiten. Interaktion und Dialog waren dabei wichtige Bausteine und die zahlreichen Unterlagen, die ich für die Studierenden vorbereitet hatte, nützliche Hilfsmittel. Zum Abschluss gab’s einen schriftlichen Test zu den Kernpunkten meines Workshops, der mit entsprechenden Noten bewertet - und von den Studierenden erfreulich gut gelöst wurde.

 

Die konkrete Aufgabe

Wir erhielten vom Rektorat den Auftrag, für das 15jährige Jubiläum des Polytechnic of Namibia, das 2010 gefeiert wird, innerhalb von zwei Wochen ein Kommunikationskonzept auszuarbeiten. Die Basis war ein mündliches Briefing unseres Kunden, dann wurde in der Klasse der Vorgehensplan erstellt und die Arbeitsteams zusammengestellt. Ein Brainstorming lieferte unzählige Ideen, die in hitzigen Diskussionen evaluiert und bewertet wurden. Es galt Ziele und Zielgruppen zu definieren, Botschaften zu formulieren, sich zu den Kosten Gedanken zu machen und alles in einem Konzeptpapier zusammenzufassen. Höhepunkt war die Kundenpräsentation, die mit grossem Engagement von den Studierenden vorgetragen und vom Kunden mit viel Applaus verdankt wurde. In den nächsten Monaten sollen die Ideen (oder zumindest Teile davon) umgesetzt und realisiert werden.

 

 

...und spannende Zusatzjobs

Mein Terminkalender füllte sich nach und nach mit zahlreichen weiteren Aufgaben: Lecturing zu spezifischen Themen für Mitglieder der Fakultät und Studierende, Marketing- und Kommunikationsaufgaben aus dem Office des Rektors, Expertise zum Studienprogramm meiner Abteilung, usw. Alles superspannend und ziemlich anspruchsvoll!

 

Austausch von Wissen und Erfahrung

Sabina Balmer weilte in der ersten Woche meines Aufenthaltes in Namibia. Für mich der perfekte Einstieg und eine ideale Gelegenheit für Diskussionen rund um das Projekt. Eindrücklich waren die Begegnungen mit dem Rektor Dr. Jama Tjivikua, der nicht nur ein Visionär für die Zukunft des Polytechnicums und die Entwicklung Namibias, sondern auch vom Wert des internationalen Austausches überzeugt ist. Besonders eng und intensiv war die Zusammenarbeit mit Neavera Olivier, Director Planning and International Relations, die sich als dynamische Networkerin tatkräftig für B360 education partnerships einsetzt. Sehr konstruktiv war der Austausch von Wissen und Erfahrung, überaus wertvoll die offenen Gespräche mit Elizabeth Wittmann, Deputy Head of Department, Dr. Jairos Khangira, Senior Lecturer, Dr.Sarala Krishnamurthy, Dean Communication und weiteren Mitgliedern der Fakultät.

 

Sabina Balmer, das gesamte Team rund um den Rektor Dr. Jama Tijvikua sowie die Mitglieder des English and Communication Departments haben alles daran gesetzt, mir einen herzlichen Empfang zu bereiten und meinen Aufenthalt in Windhoek überaus angenehm zu gestalten. Dazu gehörte auch die grosszügige Wohnung im Poly Heights, die mir zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

Das Leben neben dem Campus

An den Wochenenden erkundigte ich die traumhaften Landschaften rund um Windhoek auf ausgedehnten Wanderungen. Aber auch die Stadt lernte ich besser kennen und genoss ihre kulturellen und kulinarischen Seiten.

 

Fazit

Das Ziel, gemeinsam mit den Studierenden ein konkretes Projekt zu erarbeiten, wurde erreicht, der Wissenstransfer innerhalb der Fakultät war optimal, die Studierenden waren interessiert und motiviert, konnten erste Erfahrungen in der Teamarbeit sammeln und die Kluft zwischen den English- und Communications-Students überwinden. Es boten sich unzählige wertvolle Begegnungen, Herausforderungen, bei denen Improvisationvermögen gefragt waren. In und neben dem Klassenzimmer wurde viel gelacht und engagiert debattiert, weit über den Unterrichtsstoff hinaus. Das Konzept von B360 education partnership hat sich vollumfänglich bewährt. Für mich waren es unvergessliche Wochen in einem faszinierenden Land voller Gegensätze. Eine win-win-Situation also und ein Experiment, das unbedingt weitergeführt werden muss!

 

Zürich, Mai 2010


© pixelmixer.ch | powered by wb