Business and Management School
Economics
Einsatzbericht von Dr. Peter H. Schmuki
Vorstandsmitglied von B360 education partnerships
Polytechnic of Namibia, Windhoek
5. März – bis 12. März, 2010
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Meine Reise nach Namibia hatte zwei Ziele. Auf der einen Seite waren Vorlesungen über die internationalen Finanzmärkte an der Economics Abteilung der Business und Management School geplant und auf der anderen Seite, als Vorstandsmitglied von B360 education partnerships, waren Sitzungen mit dem Polytechnic Management und verschiedenen Abteilungsvorstehern vorgesehen. Das Ziel dieser Besprechungen war, Möglichkeiten für den weiteren Ausbau der erfolgreichen Zusammenarbeit zu diskutieren.
Meine Frau und ich wurden sehr herzlich in Windhoek empfangen und fühlten uns sofort zuhause. Der erste Eindruck von Namibia war die grosse Freundlichkeit, das Interesse und die ausserordentliche Hilfsbereitschaft aller Kollegen am Polytechnic aber auch ausserhalb der Schule.
In der Economics Abteilung arbeitete ich eng zusammen mit dem Abteilungsvorsteher Cyril Ogbokor und Dr. Ravinder Rena. Ich unterrichtete die Studierenden im vierten Jahr, die bei Dr. Rena die Fächer ‚Corporate Finance‘(CFN) und ‚Economic Growth and Development‘ (EDG) besuchen. Ich hielt Vorlesungen für die Vollzeitstudierenden, die ihr Studium während des Tages absolvieren (7.30 – 17.00), wie auch für die Teilzeitstudierenden, die berufstätig sind und am Abend am Polytechnic studieren (17.15 – 21.30). Die Vorlesungsthemen waren: Geschichte der internationalen Finanzmärkte, Europäische Währungsunion, Afrikanische Länder in den internationalen Märkten inklusive einer Fallstudie über die notwendigen Schritte, die Namibia unternehmen müsste, um an die internationalen Märkte zu gelangen. ‘The Road to the Current Financial Crisis and Lessons to be Learned’ war ein weiteres Thema. Zum Schluss diskutierten wir über Karrieremöglichkeiten im internationalen Finanzbereich.
Durch die Gespräche mit den Studierenden habe ich persönlich viel über Namibia gelernt und Einblick erhalten in die Schwierigkeiten dieser jungen Leute in Bezug auf den Start in die Arbeitswelt und dem Aufbau einer beruflichen Karriere. Viele Studierende zeigten grosses Interesse und Engagement zum Lernen und ein beeindruckendes Wissen, sowohl im Klassenzimmer wie auch in Gesprächen ausserhalb. Beides wird ihnen hoffentlich helfen, eine gute Position in der Privatwirtschaft oder der Verwaltung zu finden. Ich kann nur hoffen, dass die Studierenden meine Vorlesungen ebenso interessant und erfreulich fanden, wie ich die Zusammenarbeit mit ihnen erlebte.
Es herrscht eine grosse Knappheit an Volontariat Stellen und Praktikumsmöglichkeiten für Studierende in Namibia. Es besteht also ein grosses Bedürfnis nach Organisationen in der Schweiz oder anderen Europaischen Ländern, die gewillt sind, namibischen Studierenden einen Platz in ihren Trainee Programmen anzubieten. Diese Problematik wurde in allen meinen Gesprächen mit den Abteilungsvorstehern thematisiert. Ich habe offeriert durch B360 education partnerships Unterstützung zu bieten.
An der Abschlusssitzung mit dem Management des Polytechnic wurden die Bemühungen von B360 education partnerships sehr verdankt. Meinerseits möchte ich mich ganz herzlich bei Neavera Olivier, Director of Planning and International Relations, Erwin Awarab, Planning Officer und B360 Program Coordinator, sowie Cyril Ogbokor and Dr. Ravinder Rena für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und grosse Unterstützung während meinem Aufenthalt am Polytechnic bedanken. Ich habe es auch sehr geschätzt, dass Dr Gert Guenzel, Vize-Rektor, und Dr Tjama Tjivikua, Rektor des Polytechnic, sich, trotz ihres hektischen Programmes, Zeit genommen haben für ein Treffen mit mir. Damit haben sie die Unterstützung der obersten Schulleitung für die Aktivitäten von B360 education partnerships unterstrichen. Schliesslich geht mein Dank an die Studierenden in CFN und EGD für Ihr Interesse und aktives Mitmachen in meinen Vorlesungen, obwohl der Unterricht zum Teil sehr früh am Morgen oder spät abends stattfand. Dies war mein erster Besuch in Namibia, aber es wird sicher nicht mein letzter sein.
Zürich, 25. März 2010
